Zukunft der Logistik: Nicht nur hoch hinaus, sondern auch ganz tief nach unten

Vertikaler Wohnungsbau, Flugtaxis und schwebende Straßenbahnen. Beschäftigt man sich mit Zukunftsstudien fällt vor allem eines auf: Das Morgen, das wir uns ausmalen, findet vor allem in der Luft statt.

So auch in der Logistik. Zahlreiche Logistikunternehmen – darunter Amazon, UPS und die Deutsche Post – experimentieren schon seit geraumer Zeit mit der Drohnentechnologie, mit unbemannten Luftfahrzeugen, die zum Transport von Waren eingesetzt werden sollen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Neben technischen müssen insbesondere noch regulatorische Hürden überwunden werden. Es geht um Sicherheit, gerade in dicht besiedelten Gebieten. Und um den Datenschutz – denn Drohnen filmen ihren gesamten Flug, was die Privatsphäre der Menschen verletzten würde. So kommt diese Technologie zwar schon testweise zum Einsatz, aber eben nur in sehr abgelegenen Orten. Zum Beispiel nutzt die DHL Drohnen, um Medikamente von Tansania auf eine Insel im Viktoriasee zu liefern. Entsprechend skeptisch ist daher Deutsche-Post-Chef Frank Appel, dass die Paketlieferung per Drohne schon in den nächsten Jahren weit verbreitet sein wird.

Von oben nach unten

Fast parallel zu dem Bestreben, den Luftraum stärker in die Logistik einzubinden, gibt es aber auch das völlig gegensätzliche Vorhaben, Transporte unterirdisch stattfinden zu lassen. Genau wie bei der Drohnentechnologie geht es auch hier um eine Entlastung des Straßennetzes respektive um eine schnellere, preiswertere und umweltfreundlichere Logistik.

Machbarkeitsstudie zur unterirdischen Versorgung

In Großbritannien und der Schweiz etwa erfolgen hierzu bereits Forschungsprojekte. Und jetzt auch in Deutschland. Wie unter anderem die Verkehrsrundschau berichtet, hat der Logistik-Immobilienentwickler Four Parx jüngst die Kölner Projektierungsgesellschaft Smart City Loop mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur unterirdischen Versorgung der Innenstadt von Hamburg beauftragt. Wie beide Unternehmen mitteilten, sollen Paletten in unterirdischen Röhren – ausgehend von einem sogenannten Güterversorgungszentrum am Stadtrand – vollautomatisch zu Mikro-Hubs in die City transportiert werden. Von hier aus geht es dann wieder an die Erdoberfläche. Mittels E-Fahrzeugen, so der Plan, soll aber auch die letzte Meile umweltfreundlich erfolgen.

Hierzu Francisco J. Bähr, Geschäftsführer der Four Parx GmbH: „Als innovativer Entwickler wollen wir einen Beitrag leisten, damit dieses vielversprechende Konzept der unterirdischen Anbindung in das nächste Stadium hin zu einer konkreten Umsetzung vorangetrieben werden kann.“

Wie die Unternehmen mitteilten, bezieht sich die Studie auf die Anbindung eines Lagers in Wilhelmsburg an ein Cityhub in Altona. Hierfür hat Four Parx eine spezielle Logistik-Immobilie, die auf die Anforderungen in der innerstädtischen Logistik ausgerichtet ist, entwickelt.

Bähr freut sich nun darauf, das System „erstmals an einem genauen Standort auf Herz und Nieren zu überprüfen“.

Unterstützung vom Fraunhofer-Institut

Intralogistische Unterstützung erhalten die beiden Unternehmen vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, das bei der Berechnung von Durchsatz und Rentabilität hilfreich sein wird.

Siegessicher gibt sich schon mal Smart-City-Loop-Geschäftsführer Christian Kühnhold: „Wir sind überzeugt, dass wir hier ein verkehrstechnisch, ökologisch und ökonomisch sinnvolles Projekt realisieren können.“

Vergleichbar souverän zeigte sich vor sechs Jahren allerdings auch Amazon-Chef Jeff Bezos. Seine Prognose damals war, dass Amazon-Kunden spätestens 2018 Pakete via Lieferdrohnen erhalten werden. Das ist bekanntlich aber nicht erfolgt. Mit neuen terminlichen Ankündigungen hält sich das Unternehmen daher nun zurück. Genauso machen es übrigens auch Christian Kühnhold und Francisco J. Bähr.

Bleiben wir also erst mal auf dem Boden – ganz bodenständig.

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