Keine konjunkturelle Trendwende

Deutschlands Export-Unternehmen klagen über zu wenig Aufträge, stellt das Ifo-Institut fest. Auch laut der Konjunkturanalyse des Bundesverbands Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) hat sich die Geschäftslage bei den Unternehmen deutlich verschlechtert. Von Dirk Mewis

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich eingetrübt. Laut einer Umfrage des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung unter 2.300 Unternehmen fiel das Barometer im Januar von 2,0 auf 0,9 Punkte – trotz des entschärften Handelsstreits zwischen den USA und China. „Die zuletzt abnehmenden Unsicherheiten auf den Weltmärkten schlagen sich noch nicht in einer besseren Auftragslage deutscher Exporteure nieder“, erläuterte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Ergebnisse der Umfrage.

In den einzelnen Branchen fiel die Entwicklung unterschiedlich aus. Einen deutlichen Dämpfer mussten die Hersteller von Datenverarbeitungs- und optischen Geräten verkraften. „Ihre Exporte entwickeln sich etwas weniger dynamisch“, erklärte Fuest. Gleiches gilt für die Pharmaindustrie und die Hersteller von Nahrungs- und Genussmitteln. „In der Autobranche stieg die Skepsis, den Auslandsabsatz zu steigern“, sagte der Ifo-Chef. In der Chemischen Industrie meldeten hingegen mehr und mehr Unternehmen zusätzliche Aufträge aus dem Ausland, ebenso in der Möbelbranche.

Das Ifo-Geschäftsklima ergibt sich aus einer Umfrage unter etwa 9.000 Unternehmen und gilt als wichtigstes Konjunkturbarometer in Deutschland.

Gesunkene Zahlungsmoral

Auch laut der Konjunkturanalyse des Bundesverbands Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) hat sich die Geschäftslage bei den Unternehmen im deutschen Straßengüterverkehr im dritten Quartal 2019 deutlich verschlechtert. Der BGL befragte für seine Konjunkturanalyse über das dritte Quartal 2019 insgesamt 390 Unternehmen, 260 (66,7 Prozent) antworteten.

Die wirtschaftliche Lage im deutschen Transportlogistikgewerbe war im Berichtsquartal demnach weiterhin negativ. Der Geschäftslage-Saldo (Durchschnitt aus Umsatz- und Betriebsergebnis-Saldo) sank laut BGL gegenüber dem Vorquartal von minus 3 auf minus 9,5 Prozentpunkte und damit auf seinen schlechtesten Wert für ein drittes Quartal seit dem Jahr 2012.

Weitere Ergebnisse der aktuellen BGL-Konjunkturanalyse: Im Vergleich zum Vorquartal reduzierten im dritten Quartal 2019 14 Prozent aller befragten Betriebe ihre Fuhrparkkapazität, 7,5 Prozent erhöhten sie. Bei 28 Prozent der Unternehmen sanken im Berichtszeitraum im Vergleich mit dem Vorquartal die Umsätze, bei 17 Prozent stiegen sie. Die Fahrzeugauslastung sank bei 23 Prozent der Betriebe, bei neun Prozent stieg sie. Im Berichtsquartal ging bei 12,5 Prozent der Fahrpersonalbestand zurück, bei 6,5 Prozent stieg er.

Laut BGL kämpften 45,5 Prozent der befragten Firmen im dritten Quartal 2019 mit gestiegenen Gesamtkosten, 38,5 Prozent mit höheren Personalkosten, 31 Prozent mit gestiegenen Fahrzeugkosten und ebenfalls 31 Prozent mit erhöhten Treibstoffkosten. Jeder neunte Betrieb war mit einer gesunkenen Zahlungsmoral seiner Kunden konfrontiert.

Handelskonflikte und politische Unsicherheiten wie der Brexit haben 2019 den globalen Warenaustausch belastet, was sich auch 2020 bemerkbar machen dürfte. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sagt daher für das laufende Jahr einen Rückgang der deutschen Exporte von 0,5 Prozent voraus. Das wäre das erste Minus seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009.

 

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