Nachfrage nach Logistik-Immobilien steigt

Während viele Unternehmen mit den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen kämpfen, freut sich die Logistikimmobilienwirtschaft über Rekorde und schiebt neue Projekte an. Von Dirk Mewis

Während Deutschland sich im Frühjahr 2020 weitgehend verbarrikadierte, ächzte die Logistik nicht nur unter der plötzlichen Nachfrage nach Desinfektionsmitteln, Nudeln und Klopapier. Denn auch andere Waren, einschließlich frischem Obst und Gemüse, wurden zunehmend online nachgefragt und mussten irgendwie zu den Kunden kommen.

Um die unzähligen Bestellungen abarbeiten zu können, sprießen jetzt neue Logistik-Immobilien wie Pilze aus dem Boden. Die 2020 neu bebaute Fläche umfasst mehr als 740 Fußballfelder. Besonders beliebt sind dabei die Regionen Frankfurt am Main, Berlin und Düsseldorf, aber auch abgelegenere Regionen profitieren vom Corona-induzierten Bauboom.

Das wachsende Transportaufkommen beflügelt gleichzeitig die Nachfrage nach Logistik- und Lager- flächen. Allein für das Jahr 2020 rechnet Andreas Schulten mit einem Neubauvolumen von etwa 5,3 Millionen Quadratmetern. Die Hauptinvestoren heißen dabei Garbe Group und Union Investment – beide investierten im ersten Halbjahr 2020 mehr als 500 Millionen Euro – sowie Blackstone, Frasers Property und China Investment Corporation. Bereits der Zubau 2020 entspricht 742 UEFA-konformen Fußball- feldern. „Das ist ein neuer Höchststand“, zitieren die „VDI Nachrichten“ den Generalbevollmächtigten des Analyseunternehmens Bulwiengesa. 2019 waren es 4,9 Millionen Quadratmeter.

Besonders beliebt sind nach wie vor die Logistikhochburgen Frankfurt/Main – dort entstanden innerhalb der letzten fünf Jahre knapp 1,9 Millionen Quadratmeter zusätzliche Logistikfläche, Berlin (1,6 Millionen Quadratmeter zusätzliche Logistikfläche) und Düsseldorf (1,4 Millionen Quadratmeter zusätzliche Logistikfläche). Außerdem knackten die Region Rhein/Ruhr, Hannover/Braunschweig, Dortmund und Hamburg die eine-Million-Quadratmeter-Marke.

Angesichts des schwindenden Platzangebots erhalten Bauunternehmen zudem immer mehr Anfragen „in peripheren Regionen“, stellt Michael Dufhues, Bauunternehmer aus Paderborn, fest. Ebenfalls gefragt seien ökologisch nachhaltige Konzepte, die beispielsweise Photovoltaik, natürliche Beleuchtungs- und Belüftungskonzepte sowie Blockheizkraftwerke oder Wärmepumpen integrieren.

Kompatibilität aller Systeme

Doch nicht nur die Gebäude werden zusehends mit Technik vollgestopft, auch die Logistik selbst wird immer mehr technisiert. Andres Netsträtter vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund glaubt, dass die Logistik „die erste Branche sein wird, in der sich Plattformen, Blockchains und Verfahren der Künstlichen Intelligenz massenhaft durchsetzen werden“. Institutsleiter Michael ten Hompel sieht darin gar „eine Jahrhundertchance, die Zukunft zu gestalten.“

Erklärtes Ziel des IML ist die plattformunabhängige Bereitstellung aller Instrumente, um Güter, Ladungsträger, einschließlich fahrerloser Systeme sowie Logistikanlagen im Internet der Dinge zu verknüpfen. Technisch sei dies seit Jahren möglich, bislang scheitere es jedoch an der Kommunikation. Sowohl innerhalb als auch zwischen Unternehmen. Besonders wichtig sei in diesem Zusammenhang die Kompatibilität aller Systeme – von der Europalette bis zur Briefmarke – und die reibungslose Abwicklung. Das IML forscht zudem an Systemen, die selbstständig Verträge verhandeln und Leistungen quittieren können. Ein universell einsetzbarer und allen Partnern zugänglicher elektronischer Frachtbrief soll zudem in Echtzeit Daten wie die Temperatur der Ladung oder den bereits zurückgelegten Transportweg bereitstellen.

Grundsätzlich geht es darum, stets „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ zu sein. Nicht nur damit Logistikunternehmen sich an Umschlagplätzen besser aufeinander abstimmen könnten, sondern auch, damit Kunden genau wissen, wann welche Waren bei ihnen ankommen.

Mehr Artikel finden Sie hier in unserer News-Übersicht. Bild: Pixabay                                                   

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