Cash Conversion Cycle (CCC)

Der Cash Conversion Cycle (CCC) ist eine Kennzahl, welche die Zeit (gemessen in Tagen) angibt, die ein Unternehmen benötigt, um seine Investitionen in Lagerbestände und andere Ressourcen in Cashflows aus Verkäufen umzuwandeln. Der CCC, der auch einfach als „Cash Cycle“ bezeichnet wird, versucht zu messen, wie lange jeder Netto-Input-Euro im Produktions- und Verkaufsprozess gebunden ist, bevor er in einen Geldeingang umgewandelt wird.

Der CCC ist eine von mehreren quantitativen Messgrößen, mit deren Hilfe die Effizienz des Betriebs und des Managements eines Unternehmens bewertet werden kann. Ein Trend zu sinkenden oder gleichbleibenden CCC-Werten über mehrere Zeiträume hinweg ist ein gutes Zeichen, während steigende Werte zu weiteren Untersuchungen und Analysen auf der Grundlage anderer Faktoren führen sollten. Es ist zu bedenken, dass der CCC-Wert nur für ausgewählte Sektoren gilt, die von der Bestandsverwaltung und damit verbundenen Vorgängen abhängig sind.

Berechnung des CCC

Der Cash Conversion Cycle eines Unternehmens durchläuft im Wesentlichen drei verschiedene Phasen. Um den CCC zu berechnen, benötigen Sie mehrere Positionen aus dem Jahresabschluss:

  • Umsatzerlöse und Selbstkosten (COGS) aus der Gewinn- und Verlustrechnung
  • Vorräte zu Beginn und am Ende des Zeitraums
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (AR) zu Beginn und am Ende des Zeitraums
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (AP) zu Beginn und am Ende des Zeitraums
  • Die Anzahl der Tage im Zeitraum (z. B. Jahr = 365 Tage, Quartal = 90)

Die erste Stufe konzentriert sich auf den vorhandenen Lagerbestand und gibt an, wie lange es dauert, bis das Unternehmen seinen Lagerbestand verkaufen kann. Diese Zahl wird anhand der Außenstandstage (Days Inventory Outstanding, DIO) berechnet. Ein niedrigerer Wert der DIO ist zu bevorzugen, da er anzeigt, dass das Unternehmen schnell Verkäufe tätigt, was einen besseren Umsatz bedeutet.

DIO, auch bekannt als DSI, wird auf der Grundlage der Kosten der verkauften Waren  berechnet, die die Kosten für den Erwerb oder die Herstellung der Produkte darstellen, die ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum verkauft.

Die zweite Stufe konzentriert sich auf die laufenden Verkäufe und gibt an, wie lange es dauert, bis die aus den Verkäufen erwirtschafteten Mittel eingehen. Diese Zahl wird anhand der Außenstandsdauer der Verkäufe (Days Sales Outstanding, DSO) berechnet, die die durchschnittlichen Außenstände durch den Umsatz pro Tag dividiert. Ein niedriger Wert für die DSO wird bevorzugt, da er anzeigt, dass das Unternehmen in der Lage ist, Kapital in kurzer Zeit einzutreiben, was wiederum seine Liquiditätsposition verbessert.

Die dritte Stufe konzentriert sich auf die laufenden Verbindlichkeiten des Unternehmens. Sie berücksichtigt den Geldbetrag, den das Unternehmen seinen aktuellen Lieferanten für die gekauften Vorräte und Waren schuldet, und stellt die Zeitspanne dar, in der das Unternehmen diese Verpflichtungen begleichen muss. Diese Zahl wird anhand der Außenstandstage (Days Payables Outstanding, DPO) berechnet, die die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigen. Ein höherer DPO-Wert ist vorzuziehen. Durch die Maximierung dieser Zahl hält das Unternehmen länger liquide Mittel vor, was sein Investitionspotenzial erhöht.

Was der Cash Conversion Cycle aussagen kann

Der CCC verfolgt den Lebenszyklus der für die Geschäftstätigkeit verwendeten Barmittel. Er verfolgt, wie die Barmittel zunächst in Vorräte und Verbindlichkeiten umgewandelt werden, dann in Ausgaben für die Produkt- oder Dienstleistungsentwicklung, in Verkäufe und Forderungen und schließlich wieder in Barmittel. Im Wesentlichen gibt der CCC an, wie schnell ein Unternehmen die investierten Barmittel vom Anfang (Investition) bis zum Ende (Ertrag) umwandeln kann. Je niedriger der CCC, desto besser.

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